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Giorgio Faletti - Im Augenblick des Todes

Die römische Kommissarin Maureen Martini wird bei einem Einsatz so schwer verletzt, dass sie in Folge erblindet. Nur ein berühmter Spezialist in New York kann ihr das Augenlicht wieder geben. Doch nach der erfolgreichen Operation suchen Maureen schreckliche Visionen von Mordanschlägen heim: immer aus der Sicht des Opfers, immer im Augenblick des Todes. Erst als sie den Ermittler Jordan Marsalis kennen lernt, begreift Maureen, dass ihre Halluzinationen genaue Abbilder jener grausamen Serienmorde sind, die seit Wochen ganz New York in Angst und Panik versetzen...
>>Giorgio Faletti ist Wetlklasse!<< (Jeffery Deaver)
>>Ein fulminanter Pageturner!<< (Wiener)


Kritik: Oh, wie ich es hasse, wenn der Klappentext nicht stimmt! Und der trifft hier so gar nicht zu! Weder wird Maureen bei einem Einsatz verletzt, noch sieht sie Visionen aus der Sicht verschiedener Opfer - lediglich aus der des Ersten. Und zwar ganz viele verschiedene - und nicht nur vom Augenblick des Todes. Außerdem wendet sie sich an Jordan, da sie sich sicher ist, dass es die Visionen des - ihr bekannten - Opfers sind und die Serienmorder versetzen nicht ganz New York in Angst und Schrecken, da die Presse so ziemlich gar nichts weiß.
Den Anfang des Buches mochte ich gar nicht; es kostete mich einige Überwindung, das Buch nicht beiseite zu legen. Entschuldigung, aber mich interessieren Beschreibungen von Sex nicht, egal, ob es zwischen Hetero- oder Homosexuellen ist.
Die Charaktere sind mir teilweise zu übertrieben - oder aber zu Super(wo)man-like. Wobei man sagen muss, dass die Übertreibung ihren Sinn hat, wie man am Schluss des Buches erkennt.
Die Geschichte braucht ziemlich lange, um in Fahrt zu kommen und ich hätte gerne die Vorgeschichte gekürzt - auch wenn es dann wiederum schwierig geworden wäre, da das alles ja zusammengehört. Als sie dann aber endlich spannend wurde, konnte ich das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Zwischendurch hatte ich wirklich jeden im Verdacht, der Mörder zu sein, nur auf den wahrhaftigen Mörder wäre ich nie gekommen, genau wie damals, bei "Ich töte".
Eine weitere Gemeinsamkeit der beiden Bücher ist die Abartigkeit der Mordopfer, sodass einem deren Tod nicht wirklich leid tut. Ansonsten gefiel mir "Ich töte" aber viel besser.
Zwar weiß ich nicht, ob mich meine Erinnerung trügt oder ob es tatsächlich Unterschiede gibt, aber ich hatte seinen Schreibstil wesentlich besser in Erinnerung - ein weiterer Minuspunkt.
Außerdem gab es zwei Stellen in der Geschichte Maureens an denen ich weinen musste. Das hängt zwar sicherlich auch mit der Situation zusammen, in der ich mich momentan befinde, trotzdem bin ich der Meinung, es wäre besser gewesen, diese Stellen auszulassen. Es war einfach zu viel - wie so vieles in dem Buch... aber trotzdem ist es immer noch besser als viele andere Bücher.

15.6.07 18:26


Axline - Dibs - Ein autistisches Kind befreit sich aus seinem seelischen Gefängnis

Dibs ist ein kleiner Junge, der jeden Kontakt zur Außenwelt unterbrochen hat. Er lacht nicht, er spielt nicht. Bis zu seinem fünften Lebensjahr bleibt er eingesperrt in sein seelisches Gefängnis. Dann geschieht das Unerwartete: Im Alter von sechs Jahren ist er mit einem Mal aufgeweckt und lebensfroh.
Dieses Wunder vollbrachte Virginia M. Axline, die das Vertrauen des autistischen Jungen gewann und ihm half, seine inneren Barrieren zu überwinden. Wie ihr das gelang, davon erzählt dieses Buch.
>>Es ist nahezu unmöglich, Dibs aus er Hand zu legen. Eine leise Liebesgeschichte voller Menschlichkeit.<< (Die Zeit)


Kritik: Erst mal ist Dibs kein Autist. Er ist ein Kind, welches emotinoal stark vernachlässigt wurde und sich dadurch äußert bewusst entschieden hat, den Kontakt zu seiner Umwelt abzubrechen und kann somit als "Mutist" bezeichnet werden.
Aus früherer Sicht konnte man ihn vielleicht als Autisten bezeichnen, da man damals annahm, die sogenannten "Kühlschrankmütter" wären an der Krankheit Schuld, was allerdings nicht der Fall ist - auch wenn es wunderbar zu der Theorie, Dibs sei ein Autist, passen würde. Da das hier sonst aber viel zu sehr ins Detail geht, wende ich mich lieber den nächsten Kritikpunkten zu.
Die Frau Axline hat äußerst wenig zu Dibs Verwandlung beigesteuert. Sie saß, hat beobachtet und ab und an Fragen beantwortet, während er gespielt hat. Es ist also völliger Quatsch, zu schreiben "Dieses Wunder vollbrachte Virginia M. Axline". Sie war einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Dibs hatte sich nämlich schon längst entschieden, etwas zu ändern.
Davon abgesehen ist ihr Schreibstil dermaßen schlecht, dass es wirklich Mühe macht, dieses Buch zu lesen. Und wäre nicht mein innerer Zwang, Bücher, die ich zu lesen angefangen habe, auch zu Ende zu lesen, wäre es beinahe unmöglich gewesen, Dibs in die Hand zu nehmen...
Fazit: Absolut nicht empfehlenswert!

22.5.07 10:00


Frank Schätzing - Der Schwarm

Vor Peru verschwindet ein Fischer. Spurlos. Norwegische Ölbohrexperten stoßen auf merkwürdige Organismen, die Hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor. Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu beunruhigenden Schlüssen: Eine Katastrophe kündigt sich an. Die Suche nach dem Urheber konfrontiert die Forscher mit ihren schlimmsten Albträumen. Frank Schätzing inszeniert den Feldzug der Natur gegen den Menschen als atemberaubendes Schreckensszenario mit Tempo und Tiefgang.
>>Ein wild schäumender Abenteuer-Cocktail.<< (Der Spiegel)



Kritik: Klasse Buch! Nachdem sowohl mein Deutschlehrer, aber vor allem mein Partner von diesem Buch so geschwärmt hatten, las ich es nun auch mal endlich. Und kam kaum noch davon los!
Hätte ich gewusst, wie viele wissenschaftlichen Fakten in dem Buch auftauchen, hätte ich mich wohl weder daran getraut, noch weiter dafür interessiert, da ich gedacht hätte, es würde zu trocken sein. Doch nicht nur, dass Frank Schätzing diese ganzen Dinge auf eine Weise erklärt, dass sogar ich sie verstehe, er verpackt sie auch noch total spannend!
Teilweise ist die Geschichte recht grausam aber was erwartet man auch anderes von einem Buch, in dem der Untergang der Welt beschrieben wird? Außerdem benutzt er - außer, wenn die Personen sich untereinander ansprechen - nur die Nachnamen, was eine Distanz zu den Charakteren aufbaut. Da es dann zum Ende hin auch immer mehr werden, diese aber nicht zu genau beschrieben werden, ist eine Identifizierung nicht möglich, sodass zumindest mich ihr Ableben nicht näher berührte.
Mir gefällt außerdem der Aufbau des Buches sehr. Obwohl immer wieder neue Handlungsstränge hinzustoßen - auch, um die Spannungskurve nicht abknicken zu lassen - werden es nie zu viele. Frank Schätzing weiß einfach, wie man die Geschichte ausbalanciert, sodass sie nicht in eine Richtung fortdriftet!

1.5.07 22:17


Mark Haddon - Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone

Christopher Boone ist fünfzehn Jahre, drei Monate und zwei Tage alt. Er kennt alle Länder und deren Hauptstädte sowie sämtliche Primzahlen bis 7507. Er liebt die Farbe Rot, hasst hingegen Gelb und Braun. Unordnung, Überraschungen und fremde Menschen versetzen ihn in Panik, denn Christopher leidet an einer leichten Form von Autismus. Als aber der Pudel in Nachbars Garten mit einer Mistgabel umgebracht wird, beginnt Christopher, aus seiner fest gefügten, kleinen Welt auszubrechen: Mutig stellt er den schändlichen Verbrecher und erfährt außerdem, was es heißt, in der Welt der Erwachsenen zu leben...

>>Dieses Buch ist aus dem Stoff, aus dem Lieblingsbücher sind: warm, witzig und sehr, sehr klug.<< (Brigitte)


Kritik: Wieder mal so ein Buch, bei dem mir die Einordnung in einer meiner Kategorien nicht so leicht fiel. Aber da man schon sehr viel über Autismus erfährt im Laufe des Romans, gehört es nun in diese.
Wie erwähnt, lernt man eine Menge über Autisten, doch auf eine sehr nette, unaufdringliche, teilweise sehr humorvolle Art und Weise. Die ganzen mathematischen Knobeleien, mit denen sich der Christopher beschäftigt, sind nicht so mein Ding, aber mathematischnaturwissenschaftlich interessierte Personen wie Kim (dem das Buch gehört) werden ihre Freude daran haben.
Da Christopher der Erzähler des Buches ist, ist die verwendete Sprache recht einfach. Dadurch - und durch die fröhliche Art, mit der selbst schwerwiegende Themen wie Tod behandelt werden - lässt sich das Buch recht zügig lesen.
Netter Zeitvertreib für Leute, die etwas über Autismus erfahren wollen ohne trockene Lehrbücher zu wälzen...

12.4.07 00:00


Muhktar Mai - Die Schuld, eine Frau zu sein

>>Um zu kämpfen, musste ich alles verlieren. Meinen Ruf, meine Ehre, alles, was mein Leben ausmachte. Aber ich gebe nicht auf. Was ich will, ist Gerechtigkeit.<< (Mukhtar Mai)

Das aufwühlende Schicksal einer Frau, die vom Stammesgericht ihres Dorfes zur Vergewaltigung durch vier Männer verurteilt wurde, der Schande trotze, eine Schule für Mädchen gründete - und zur Hoffnungsträgerin im Kampf für Gerechtigkeit und Freiheit wurde.

>>Muhktar Mai ist eine Heldin. Sie erlitt das, was in ihrer Gesellschaft als die größte Schande gilt - und ging daraus als ein Symbol der Tugend hervor. Sie durchlitt lange Jahre der Armut, Misshandlung und Justizwillkür der grausamsten Art - und beeindruckt uns mit ihrem Glauben an die Kraft der Erziehung und ihrer Hoffnung.<< (The New York Times)


Kritik: Das Buch geht einem doch sehr an die Nieren. Es ist unglaublich, dass es in unserem ach-so-tollen 21. Jahrtausend noch so viele Frauen ohne Rechte gibt, die der Willkür der in ihrer Umgebung lebenden Männern ausgesetzt sind. In anbetracht dieser Tatsachen, kommt man sich schnell hilflos vor, weil man nicht weiß, wie man diese Umstände wirklich und nicht nur oberflächlich ändern kann...
Sprachlich ist das Buch zwar nicht besonders und es wäre ohne Probleme möglich gewesen, ein Drittel wegzukürzen: Sehr oft werden die gleichen Dinge wiederholt; nur die Formulierungen unterscheiden sich. Ich kann zwar verstehen, dass es der Autorin sehr wichtig war, bestimmte Dinge herauszuarbeiten, aber immer wieder dasselbe zu lesen, erleichtert das Durchlesen des Buches nicht unbedingt.
Trotzdem finde ich es wichtig, dieses Buch zu lesen, da es einen über den Islam, sowie die Mentalität und die wahren Umstände in Pakistan aufklärt. Sowohl im Buch, als auch in einem sehr interessanten Anhang.

3.4.07 00:00


Friedrich Schiller - Kabale und Liebe

>>Auf! Auf! Ruft Mord durch die Gassen! Weckt die Justiz auf! Gerichtsdiener bindet mich! Führt mich von hinnen! Ich will Geheimnisse aufdecken, dass denen, die sie hören, die Haut schauern soll.<< (Friedrich Schiller, >Kabale und Liebe<
Die Suhrkamp BasisBibliothek bietet vorzüglich edierte und kommentierte literarische Hauptwerke aller Epochen und Gattungen. Text und Kommentar befinden sich auf dem neuesten Stand der Forschung. Der Kommentar ist allgemein verständlich geschrieben, klar strukturiert und den neuen Rechtschreibregeln entsprechend verfasst. Zu ausgesuchten Titeln der Suhrkamp BasisBibliothek erscheinen Hörbücher und CD-ROMS im Cornelsen Verlag.


Kritik: Bereits in der neunten oder zehnten Klasse las ich im Deutschunterricht dieses Buch und da es mir sehr gut gefallen hatte, freute ich mich, es dieses Jahr noch einmal lesen zu dürfen. Und das mein Lehrer die Ausgabe der Suhrkamp Bibliothek haben wollte, stellte für mich auch kein Problem dar, da ich die ja so toll finde. Dann habe ich das Buch halt doppelt!
Auch dieses Mal gefiel mir das Buch wieder; es laut mit anderen Personen zu lesen macht aber trotzdem mehr Spaß, als es still für sich zu lesen. Ich träume ja immer noch davon, dieses Stück einmal auf der Bühne zu sehen (nächste Spielsaison ist es endlich soweit!)... und ich hätte auch nichts dagegen einzuwenden, es selbst aufzuführen.

15.3.07 00:00


Theodor Fontane - Effi Briest

[Klappentext folgt]

Kritik: Als ich die 12. Klasse besuchte, mussten die Schüler dieses Buch lesen. Also lieh ich es mir aus der Bücherrei und fand sogar Gefallen daran. Dadurch, dass mein Deutschlehrer mehrmals den Inhalt samt Schluss erzählte, war die große Überraschung nun nicht mehr vorhanden, doch trotzdem gestaltete sich die Geschichte auch weiterhin spannend.
Allerdings war es für mich persönlich nicht der richtige Zeitpunkt, dieses Buch zu lesen. So ging mir die Geschichte sehr nahe und verfolgte mich selbst in meinen Träumen. Und natürlich blieben, so nah wie ich am Wasser gebaut bin, die Tränen nicht aus...
Trotzdem gefiel mir das Buch so gut, dass ich weitere Bücher von Fontane lesen möchte. Ich mag seinen Schreibstil und habe ja ohnehin einen Hang zu älteren Büchern. Da sich die Anmerkungen (wenn auch nicht die Worterklärungen, da ich von ihnen viele nicht gebraucht hätte) wieder mal als sehr hilfreich und die Interpretationsansätze und Hintergrundinformationen abermals als sehr interessant erwiesen, die in den Suhrkamp Bibliothek-Ausgaben zu finden ist, werden auch die zukünftigen Klassiker, die ich zu lesen gedenke, aus diesem Verlag stammen.

9.3.07 00:00


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