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Gunther Nickel - Kaufen! statt Lesen! - Literaturkritik in der Krise?

Eine Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist ist wohl das Kennzeichen aller Debatten und Kontroversen um literarische Krtierin, und zwar deshalb, weil sich die Gesellschaft in einem permanenten, in siner Richtung nicht vorhersagbaren Wandel befindet, auf den Schriftsteller wie Kritiker produktiv reagieren. Wäre es anders, bräuchten wir uns über Gegenwartsliteratur und die Maßstäbe ihrer Kritik wohl keine Gedanken mehr zu machen. Sie wären angesichts der Fülle der historisch tradierten Texte überflüssig.

Kritik: Die Einleitung ist der Horror. Zwar schreibt Gunther Nickel, er fände es traurig, würde die Literaturkritik zu einer Sache für Experten verkommen, benutzt aber so viele Fremdwörter, das man ohne Lexikon aufgeschmissen ist - denn selbst die Wörter, die man kennt, erscheinen einen dann auf einmal verwirrend. Außerdem nimmt er auf so viel Literatur bezug, dass man sich nur ahnungslos und klein fühlt, sodass man sich kaum zutraut, eine eigene Meinung zu bilden.
Nach den ersten anderthalb Seiten habe ich das Buch tatsächlich in die Ecke geschmissen und für einige Tage nicht mehr angerührt. Da ich es aber für die Schule lesen musste, half alles nichts. Und der zweite Teil des Buches, nämlich die Diskussion, war auch viel angenehmer zu lesen. Auch wenn sie meiner Meinung nach keinen Nutzen hatte.

3.1.08 00:00


Ruth Prawer Jhablava - Heat and Dust

In the 1970s a young woman goes to India to retrace the steps of Olivia, a distant relative who moved to India in the 1920s as the wife of a British administrator. As she reveals more of the scandal that surrounded Olivia, the young narrator herself begins to feel increasingly overwhelmed by India and all it has to offer.

Kritik: Gleich zu Anfang erhält man die Information, dass Olivia ihren Ehemann verlässt - obwohl sie ihn so sehr liebt. Man wartet also die ganze Zeit darauf, warum sie das nur tut - um nachher enttäuscht zu werden, weil diese Begründung so unzureichend und dumm ist.
Das Buch hat mir kaum gefallen; die Liebesgeschichten waren mir zu flach (im Sinne von oberflächlich) und zu vorhersehbar. Leider wurde die Bearbeitung dieses Buches auf die Zeit nach den Osterferien verschoben, sodass ich mich eventuell noch mal hindurch quälen muss - und die Durchnehmung des Buch immer noch nicht hinter mir habe.
Zu der Aufmachung sei gesagt, dass ich es viel übersichtlicher fand, dass die Vokabelerklärungen auf der Seite standen, auf der die Vokabel zu finden war und nicht nur auf der rechten Seite: man verrutscht nicht so leicht und es ist viel angenehmer zu lesen. Auch die Zusatztexte zu Indien sind ganz nett.

30.12.07 00:00


Paul Auster - Moon Palace

Moon Palace is the story of Marco Stanley Fogg's development and quest for his identity set against the background of the Manhatten urban landscape. Thorugh chance and coincidence he discovers his origins andre-examines his relationship with America. Within Marco's own narrative lie a number of sub-narratives which are central to Marco's quest and which can be read as the history of modern America, forming a parallel story to Marco's own.

Kritik: Dem Buch konnte ich absolut nichts abgewinnen. Stellenweise war es zwar einigermaßen spannend, im großen und ganzen aber nur ermüdend und langweilig. Warum gehört es nur zu den Vorgaben des Zentralabiturs? Ja, man kann es gut bearbeiten, aber die Geschichte an sich und wie sie erzählt ist - absolut nicht mein Fall.
Außerdem fand ich die Aufmachung schlecht: Die Vokabelhilfen standen alle nur auf der jeweils rechten Seite, sodass man teilweise zwanzig Zeilen Vokabeln da stehen hatte. Sehr übersichtlich ist das nicht.

17.12.07 00:00


Max Frisch - Homo Faber

>>Ich glaube nicht an Fügung und Schicksal, als Techniker bin ich gewohnt, mit den Formeln der Wahrscheinlichkeit zu rechnen. Ich brauche, um das Unwahrscheinliche als Erfahrungstatsache gelten zu lassen, keinerlei Mystik, Mathematik genügt mir.<< (Max Frisch, Homo Faber)

Kritik: Das Buch ist wunderbar zu bearbeiten, so viele versteckte Hinweise, Interpretationsmöglichkeiten und Thesen. Leider nur mag ich den Protagonisten und die Geschichte des Buches so gar nicht, was zur Folge hat, dass ich es nicht sehr begeistert gelesen habe. Ich mag es nicht, wenn die Kernereignisse und somit die Spannung immer schon vorweg genommen werden - ich möchte mir lieber das Rätsel erarbeiten, als die Lösung zuerst zu wissen.
Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, dass ich die Aufmachung der Suhrkamp BasisBibliothek liebe - aber das ist ja nichts neues. ;o)

30.9.07 00:00


Leonie Swann - Glennkill

Schafe, und wie sie die Welt sehen - >>Glennkill<< ist eine der zauberhaftesten und ungewöhnlichsten Entdeckungen der letzten Jahre und eroberte die Herzen der Leser im Sturm!
Leblos liegt der Schäfer George Glenn im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Seine Schafe sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George seinen Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Unerbittlich folgen sie der Spur des Täters und kommen den Geheimnissen der Menschenwelt dabei nach und nach auf die Schliche - bis es ihnen schließlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären.
>>Der Debütroman der 30-jöhrigen strotzt nur so von Wortwitz, ist warhmherzig und spannend - ein tierisches Vergnügen!>> (Hamburger Morgenpost)


Kritik: Nach einem Jahr, dass wir durch die räumliche Trennung warten mussten, begannen mein Liebster und ich nun endlich damit, gemeinsam dieses Buch zu lesen.
Immer wieder lachten wir zwischen durch laut auf, amüsierten uns über die Wortspielereien, stellten fest, dass Dinge, die für uns ganz simpel sind, es eigentlich gar nicht sind und konnten es gar nicht erwarten, endlich weiterzulesen.
Durch und durch ein tolles Buch, ideal für gemütliche Stunden im Sonnenschein auf einer Wiese - auch zu zweit. Ich glaube, einen besseren Einstieg für das gemeinsame Lesen von Büchern konnten wir für uns gar nicht finden. Um so schwerer ist jetzt die Auswahl für das nächste Buch... ^^

8.8.07 00:00


Samuel Beckett - Molloy

[Bild folgt noch]
>>Vielleicht liegt darin Becketts Einzigkeit und seine Größe, dass er Züge des Menschen wiederentdeckt hat, die man sich gewöhnt hat zu übersehen, seitdem man die Versuchungen nur noch innerhalb der Welt wahrnahm und die ärgste Versuchung, die zum Nichtsein, nicht mehr wahrhaben wollte.
Ist ein solcher Entdecker ein Nihilist? Im Gegenteil, er hebt den Nihilismus an seiner Wurzel aus.<< (Christian E. Lewalter)


Kritik: Zwar quäle ich mich noch durch das Buch, aber ich bezweifel, dass es besser wird. Immerhin habe ich dann zwei der vier Romane in diesem Sammelband gelesen ("Murphy" überstand ich vor bereits vor einigen Jahren) und kann zwei Bücher angeben, aufgrund derer ich Beckett nicht mag.
Deswegen übrigens auch die Einordnung in "Themenbezogen"...
Genaue Kritik zum Buch folgt später.

13.8.07 11:43


Hape Kerkeling - Ich bin dann mal weg - Meine Reise auf dem Jakobsweg

Der wichtigste Weg meines Lebens
Hape Kerkeling, Deutschlands vielseitigster TV-Entertainer, lief zu Fuß zum Grab des heiligen Jakob - fast 800 Kilometer durch Spanien bis nach Santiago de Compostela - und erlebte die reinigende Kraft der Pilgerreise. Ein außergewöhnliches Buch voller Witz, Weisheit und Wärme, ein ehrlicher Bericht über die Suche nach Gott und sich selbst und den unschätzbaren Wert des Wanderns.
>>Dieser Weg ist hart und wundervoll. Er ist eine Herausforderung und eine Einladung. Er macht dich kaputt und leer. Und er baut dich wieder auf. Er nimmt dir alle Kraft und gibt sie dir dreifach zurück.<<


Kritik: Das Buch gefiel mir sehr gut; innerhalb von zwei Tagen hatte ich es durch. Da sein Schreibstil leicht und unverkrampft ist, macht es auch Spaß, es zu lesen. Abgesehen davon, dass der Inhalt natürlich auch interessant ist. =)
Nachdem ich das alles so gelesen habe, freue ich mich nicht nur auf ein neues Buch von ihm, sondern möchte mit meinem Freund zumindest die letzten 100 km des Weges im nächsten Sommer wandern - das Buch macht halt neugierig. ;o) Es ist echt ideal für einen warmen Sommertag, draußem im Garten, ganz entspannt auf der Liege... ;-P

15.7.07 00:00


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